Wir, die zehnte Klasse des Ostsee Gymnasiums Timmendorfer Strand, beschäftigten uns intensiv mit dem Holocaust, vor allem mit dem Fokus auf Frauen im Holocaust. Diese Aufgabenstellung erhielten wir anlässlich des Anne-Frank-Gedenktags am 12.06.2026. Auf diesen bevorstehenden Tag arbeiteten wir zwei Monate in zuvor aufgeteilten Kleingruppen hin.
Uns war es von Beginn an wichtig, eine möglichst große Breite der Thematik abzudecken. Hierbei bestand die anfängliche Herausforderung, vorgegebenes Material mit neuem, selbstgestaltetem zu verknüpfen. Anne Frank sollte eine zentrale Rolle spielen, welche mit anderen Frauen, anderen Geschichten oder anderen Schicksalen in Verbindung gebracht werden sollte. Also begannen wir, uns intensiv zu informieren im Internet, in Büchern oder Autobiografien und auch in Interviews mit Zeitzeugen und dazugehörigen Familienangehörigen, die wir selbst führten.
Das fertige Endprodukt sollte analog als Plakat erfolgen, dies ließ uns kreativ werden. Wir arbeiteten mit Farben, Bildern oder zusätzlichen Elementen wie beispielsweise einem roten Faden, um unsere Produkte interessant und anschaulich wirken zu lassen. Außerdem beschäftigten wir uns mit den Anne-Frank-Plakaten und übten in der Klasse, wie wir am besten unsere Plakate und die Anne-Frank-Plakate vortragen können. Gegenseitiges Feedback innerhalb der Klasse half uns, den letzten Feinschliff zu machen und auch die Diversität unserer Poster zu erkennen. Es fiel uns auf, dass jeder von uns einen anderen Weg wählte, die Aufgabe zu lösen. Wir deckten Themen von Biografien, Bezug zu heute, Social Media und Holocaust, Alltag einer Frau im Holocaust und viele weitere ab und erfüllten damit unseren anfänglichen Wunsch, dem Thema in seiner ganzen Größe gerecht zu werden.
Am 09.06.2026 bauten wir die Ausstellung in unserer Pausenhalle auf. Wir wählten, welche Plakate der Anne-Frank-Ausstellung am besten zu unseren passten, und entwarfen dementsprechend eine Art Rundgang mit jeweiligen Stationen von Anne Franks Leben, verstrickt mit unseren Arbeiten. Doch das Hauptziel dieser Ausstellung war die Botschaft an die jungen Leute, nicht nur an uns, sondern an die jüngeren Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Wir entschieden uns daher dafür, den achten und neunten Klassen am Anne-Frank-Tag einen Einblick in unsere Projekte zu geben. Die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen teilten sich dafür in Kleingruppen auf und wurden uns zugeteilt. Im Anschluss präsentierten wir ihnen unsere vorbereiteten Vorträge und führten sie chronologisch durch unsere Ausstellung.
Den Vormittag verbrachten wir mit Vorträgen, erklären, Fragen beantworten und einem ausführlichen Austausch mit den jüngeren Schülern. Persönlich brachte uns die Erarbeitung, wie auch der Anne Frank Tag viel Spaß und erinnerte uns daran, wie wichtig es ist sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und die Aktualität anzuerkennen gegen das Vergessen anzuarbeiten. Darüber hinaus erschien es uns äußerst wichtig jüngere Schülerinnen und Schüler aufzuklären, ihnen den Holocaust bewusst zu machen und einen sensiblen Umgang vorzuleben.