Benjamin Fondane
Emelie, Q1-Jahrgang, OGT
Dies ist ein Zitat von Benjamin Fondane, einem ehemaligen Auschwitz-Häftling, welches mir von der Fahrt besonders in Erinnerung geblieben ist. Mit diesem Zitat möchte Benjamin Fondane etwas ganz Wichtiges ausdrücken, etwas, das wir nie vergessen dürfen. Alle in Auschwitz ermordeten oder in Auschwitz gefangen gehaltenen Häftlinge waren Menschen, Menschen mit einer Geschichte und Gefühlen, Menschen, die auf grausamste Weise ermordet wurden, denen ihre Individualität geraubt wurde und die zu Nummern gemacht wurden.
Es gilt daran zu gedenken, dass der Holocaust nicht nur aus Hass entstanden ist, sondern auch durch einfache Gleichgültigkeit geschehen konnte. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen von uns, aus der Vergangenheit zu lernen, hinzuschauen und nicht gleichgültig zu handeln.
Die Gedenkstättenfahrt hat mir das Ausmaß der Grausamkeiten des Holocausts noch einmal verdeutlicht. Wir befanden uns am Ort des Geschehens, doch es war schwer zu begreifen, wie es hier früher gewesen sein mochte. Durch das Hören der persönlichen Schicksale und das Hineinversetzen in die Gefühlslage der Menschen damals, hat man ein verständlicheres Bild davon bekommen, wie sich das (Über-)Leben hier angefühlt haben muss. Das Ausmaß des Leidens der Menschen damals ist unbeschreiblich, so etwas darf NIE wieder geschehen.
Aufgrund dessen ist es wichtig, dass wir unseren Beitrag leisten, die Erinnerungskultur am Leben zu erhalten. Ich möchte von meinen Erfahrungen und davon, was ich gesehen und verstanden habe, berichten. Das Wissen, welches wir auf unserer Fahrt erworben haben, und die Geschichten, die wir gehört haben, müssen weitergetragen werden, für unsere Generation und für alle zukünftigen.